Das Projekt fördert den Erfahrungsaustausch zwischen den Partnern dreier Länder mit einem jeweils unterschiedlichen zu erwartenden Erfahrungsgewinn

Das Projekt SMEB baut auf den fortlaufenden Erfahrungen von Akteuren auf, die eine nachhaltige Vernetzung von Berufsbildungsanbietern und KMU fördern.

Dabei stützt es sich auf vorangegangene Kooperationen, die auf bilateraler Ebene von einigen Partnern geschlossen wurden, um Klein- und Kleinstbetriebe zu unterstützten und damit der Arbeitslosigkeit entgegenzuwirken.

Das Projekt fördert den Erfahrungsaustausch zwischen den Partnern dreier Länder mit einem jeweils unterschiedlichen zu erwartenden Erfahrungsgewinn für

  • Italien, wo eine kürzlich eingeführte Gesetzesreform (107/2015) Anteile betrieblicher Ausbildung verpichtend für die Sekundarstufe vorsieht,
  • Bosnien-Herzegowina, wo eine Diskussion über die Förderung von KMU und Berufsbildungsanbietern stattndet und
  • Deutschland, das in Europa führend ist, und damit einerseits seine Erfahrungen mit anderen Ländern teilen und andererseits seine eigenen Konzepte reflektieren kann.

Die gegenseitige Befruchtung sowohl zwischen Partnern mit unterschiedlichem Hintergrund, als auch Bildungsanbietern und KMU bildet die strategische Basis des Projekts, bei dem es um die Unterstützung eines förderlichen Umfelds für das Engagement von KMU im Bereich der Praktikums- und Ausbildungsangebote geht. Zudem sollen bestehende Vernetzungen zwischen Berufsbildungsanbietern und KMU gestärkt und weitere Anknüpfungspunkte geschaffen werden.

Dieser Ansatz, der auf eine sehr gute Vernetzung zwischen den verschiedenen Akteuren angewiesen ist, wird in jedem Partnerland durch eine eigens entwickelte Vermittlungsdatenbank sowie ein Betreuungssystem gestützt. Aufgrund ihrer begrenzten Größe und Ressourcen fällt es KMU oft schwer, Personal zur Betreuung von Auszubildenden zu schulen. In vielen Fällen übernehmen FirmeninhaberInnen oder hochqualizierte MitarbeiterInnen diese Rolle, oftmals zusätzlich zu ihren täglichen Aufgaben.

Mit zunehmenden nationalen Bemühungen zur Stärkung betrieblicher Praktikums- und Ausbildungsangebote sollten mehr MitarbeiterInnen und auch künftige UnternehmerInnen in dieser Funktion trainiert und unterstützt werden. Die Verfügbarkeit von kompetenten unternehmenseigenen AusbilderInnen und BetreuerInnen ist entscheidend für eine gute Lernerfahrung der PraktikantInnen bzw. Auszubildenden. Durch Partnerschaften mit Schulen und die Mobilisierung aller Interessensgruppen (Handelskammern, Arbeitgeberverbände, Branchenverbände, Berufsbildung, öffentliche Arbeitsvermittlung) soll die weitere Ausgestaltung einer hochwertigen und attraktiven Angebotslandschaft im Bereich der betrieblichen Praktika und Ausbildungen gefördert werden.